immer wieder montags...

...ist Seminar und immer wieder Montags treffe ich Dich.

Heute war es nicht so schlimm. Heute haben wir nur ganz kurz geredet... immerhin, Du hast danach vor dem Raum auf mich gewartet. Konnte nicht mit Dir runter fahren, weil ich noch zu tun habe - Du warst ganz schnell dabei, "na, dann tschüß" zu sagen statt abzuwarten, dass ich Dich eigentlich fragen wollte, ob Du nicht mit mir die Stunde warten willst. Aber Du wärst sowieso gegangen. Davon abgesehen, dass Du krank bist - Du willst Dich schützen.

Vermutlich war es also gut so, dass Du gegangen bist. Hätte ich die Gelegenheit gehabt, Dir länger in die Augen zu sehen, und sei es nur während der Busfahrt gewesen, wäre ich Dir vermutlich wieder verfallen. So bleibt ein gewisses Gefühl des Verlustes - als hätte ich Dich freigegeben. Innerlich abgeschlossen. Aber ich glaube nicht, dass das tatsächlich schon so weit ist.

Ich möchte so gerne Zeit mit Dir verbringen - aber weiß ja, dass ich Dir dann wieder verfalle. Wenn wir so tun, als ob wir uns kaum kennen und nur ein paar Sätze wechseln kann das so schnell nicht passieren. Es schützt uns vor unseren eigenen Gefühlen. Unseren Gefühlen, die wir sowieso nicht ausleben können, dürfen.

Irgendwie bin ich desillusioniert heute. Ich fühle mich um meine zehn Minuten mit Dir gebracht.

Ich hasse es, nur smalltalk mit Dir zu machen, zu fragen "wie geht es Dir?" und Du erklärst, Du wärst erkältet, und ich bedauere Dich - dabei möchte ich Dich von Anfang an bei der Hand nehmen, dabei meine ich etwas ganz anderes mit "Wie geht es Dir? ", ich meine, liebst Du mich noch? Tut es noch immer so weh? Läßt Du mich ein wenig an Dich ran bitte, Deine Kühle tut mir weh...

Ich möchte nicht einen Meter neben Dir stehen, ich will Dich in den Arm nehmen, ich will Dich ganz fest drücken und festhalten und mir von Deinem Herzschlag die Dinge erzählen lassen...

Warum nur liebe ich Dich?

Ich muß mir heute nicht die Augen aus dem Kopf heulen - aber mir steigen die Tränen schon hoch und ich bin froh, dass jetzt keiner mehr im Labor ist.

Ich freue mich auf das Nachtreffen, und insgeheim hoffe ich, dass nach einigen Gläsern Wein in einer dunklen Ecke auf dem Campus alle Vorsicht und Schutzmassnahmen vergessen werden. Und weiß doch, dass ich es nicht wünschen sollte. Und fürchte sehr, dass wir, dass vor allem DU wenn überhaupt Smalltalk mit mir reden wirst und mich nicht mehr an Dich ranlassen wirst. Du darfst das ja für Dich entscheiden, ich verstehe, dass Du Dich vor weiteren Verletzungen schützen willst. Aber ich würde doch so gerne...

Davon abgesehen - alle werden schauen, wie wir uns gegenüber verhatlen. Ich hasse dieses Gefühl jetzt schon. In der Bretagne war es okay, oder nicht ganz so schlimm - denn dort durfte ich Dich lieben....

Ich muß zurück zu meinem Versuch.

Niklas, ich habe Dich nicht vergessen. Ich denke an Dich. Ich glaube, ich liebe Dich, auch.

4.12.06 16:57

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